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Aktuelles

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Hier finden Sie unsere aktuellen Projekte:

Aktuelle Projekte

Rechtssicherheit: Orgeln dürfen weiterhin gebaut werden

Nach langwierigen Beratungen insbesondere zwischen Vertretern der International Society of Organ Builders (ISO) und den zuständigen Fachleuten der EU-Kommission können wir für den Bau und die Restaurierung von Pfeifenorgeln einen großen Erfolg vermelden: Orgeln dürfen weiterhin in der EU gebaut, restauriert und selbstverständlich gespielt werden. Es ist gelungen, die Politik davon zu überzeugen, dass der materielle und vor allem der ideelle Schaden immens, der Nutzen dagegen marginal gewesen wäre, würden Orgeln nicht von dieser Richtlinie ausgenommen.

Die hohe Kunst, nicht reinzureden

Am vergangenen Samstag hat die regionale Badische Zeitung einen Artikel veröffentlicht, welcher den reibungslosen Wechsel von der 4. zur 5. Generation unserer traditionsreichen Werkstatt beschreibt.

Christoph Schoener - The Organ Toccatas

Christoph Schoener hat an den vier Orgeln von St. Michaelis in Hamburg alle Orgeltoccaten von Bach eingespielt. Der folgende Imagefilm präsentiert nebenbei auch sehr schön die unterschiedlichen Instrumente.

Linz - Zeitraffer Video

Die neue Späth-Orgel für die Anton Bruckner Universität in Linz wurde pünktlich fertig gestellt. Der Aufbau wurde von einer Kamera begleitet. Die Arbeiten, welche vier Wochen in Anspruch genommen haben, können in folgendem Video in nur drei Minuten beobachtet werden.

Zeitrafferfilm vom Orgelaufbau in Köln

Die Fertigstellung der neuen Orgel in Köln-Stammheim war zwar schon im April 2013, nun wurde aber noch ein Zeitraffer-Film veröffentlicht. Dieser zeigt den Aufbau der Orgel sowie des Screens davor. Diese Arbeiten, welche in Echtzeit zwei Monate in Anspruch genommen haben, werden hier in kurzer Zeit abgespielt.

SWR Fernseh-Dokumentation von 1970

Durch den Kontakt mit dem SWR haben wir Zugriff erhalten auf ein 45 Jahre altes Video, das einen Bericht über ein Orgelkonzert in unserer Werkstatt mit zwei Instrumenten zeigt.

Entwurfsvideo für eine neue Orgel in Linz

Für das neue Universitätsgebäude der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz durften wir ein neues Instrument bauen. In dem neben stehenden Video ist die Entstehung des Prospektentwurfs zu sehen.

Orgel in Goslar fertig gestellt

Der Abstand zum Krieg wächst. Es kommt eine neue Zeit, eine neue Generation. Die Orgel in der Marktkirche ist durch unsere Renovierung ein Stück internationaler geworden!

Über uns

Die Firma

Mitarbeiter

Jan Kohoutek im Unternehmen seit 1970 | Gehäusebau

Reiner Janke im Unternehmen seit 1986 | Chefintonateur

Eckhard Dittmer im Unternehmen seit 1990 | Intonation

Stefan Theileis im Unternehmen seit 1995 | Intonation

Klaus Martin Sackmann im Unternehmen seit 2002 | Werkstattleiter

Erich Weber im Unternehmen seit 2002 | Aussendienst

Heidrun Muy im Unternehmen seit 2004 | Sekretärin

Jonas Winter im Unternehmen seit 2007 | Windladenbau

Martin Schwan im Unternehmen seit 2008 | Traktur, Gehäusebau

Jonas Baaske im Unternehmen seit 2009 | Elektrik, Spieltischbau

Antonio Rücker im Unternehmen seit 2010 | Holzpfeifen, Montage

Sang-Ryule Park im Unternehmen seit 2012 | Technik, Montage

Tristan Lebherz im Unternehmen seit 2015 | Intonation

Marius Krause im Unternehmen seit 2013 | Orgelbaulehrling

Kun Tong im Unternehmen seit 2014 | Orgelbaulehrling

Jakob Stubert im Unternehmen seit 2016 | Orgelbaulehrling

Simon Grabowski im Unternehmen seit 2016 | Orgelbaulehrling

Unser Team

Jedes Unternehmen ist nur so gut wie seine Mitarbeiter, daher sind wir sehr stolz auf unser Team aus sehr erfahrenen Mitarbeitern mit viel Erfahrung und teilweise über 40 Jahren Betriebszugehörigkeit gemischt mit einigen jungen, aufstrebenden und hoch motivierten Kollegen, die zum Teil schon einzelne Fachbereiche übernommen haben.

Werkstatt

Alte Zigarrenfabrik mit Montagesaal-Anbau

Montagesaal groß mit 13m Raumhöhe

Montagesaal klein mit 7m Raumhöhe

Holzlager

Werkzeugschrank

Maschinenraum

Restaurierung von Pneumatik

Koppelanlage für einen Spieltisch in Herstellung

Büro

Raum für Ideen

1967 konnte ein fast 2500 qm großes Gelände mit Gebäuden einer ehemaligen Zigarrenfabrik in Hugstetten erworben werden. Inklusive einem Herrenhaus von 1828.
1978 wurde ein Montagesaal mit 60 qm und 12 m Höhe angebaut.
2001 wurde ein weiterer Anbau mit Kellergeschoss, Maschinenraum und kleinem Montagesaal mit 70 qm und 7 m Höhe errichtet.
Nach einem Werkstattbrand am 24. Oktober 2013 wurden das Büro, teile der Intonation sowie Lagerräume neu errichtet.
Heute stehen in der zweigeschossigen Werkstatt insgesamt 970 qm Arbeits- und Lagerfläche zur Verfügung. Diese sind unterteilt in Windladenbau, Gehäusebau, Spieltischbau, Intonation, Schlosserei, Maschinenraum, Büros, Lagerräume.

Hinter der Werkstatt steht ein großer Holzplatz mit Lagerschuppen: ca. 200 qm mit Platz für ca. 30 cbm Holz aus massiver Stammware.

Geschichte

Erste Generation


18251876
Alois Späth

Alois Späth

Orgelbaumeister

Geb. 16. Juni 1825 in Ennetach
Gest. 7. Juli 1876 in Ennetach

Nach einer Schreinerlehre wurde Alois Späth ab 1844 von Vitus Klingler in Ennetach zum Orgelbauer ausgebildet.

1862 übernahm er dessen Werkstatt. Er baute 6 Orgelwerke zwischen 8 und 18 Registern für Dankensweiler, Braunenweiler, Allmensweiler, Levertsweiler, Mengen, Hirrlingen bei Rottenburg.


Zweite Generation


18591940
Franz Xaver Späth

Franz Xaver Späth

Orgelbaumeister

Geb. 22. November 1859
Gest. 5. Oktober 1940

1891 gründet er zusammen mit seinem Bruder, Albert Späth, die Firma Gebrüder Späth
1902 entsteht Opus 100,
1912 ensteht Opus 200
1923 Opus 300
1912 erlangen sie den Titel "Hoforgelbaumeister des Fürstenhauses Sigmaringen
1928 kommt der Titel "Päpstlicher Hoflieferant" hinzu.


Dritte Generation


19081979
August Späth

August Späth

Orgelbaumeister

Geb. 4. September 1908
Gest. 25. September 1979

Lehre beim Vater Franz-Xaver.
Gesellenjahre bei Stahlhut in Aachen und Seifert in Köln.
Ab 1934 Mitinhaber der Firma Gebr. Späth.
1964 trennt er sich von der Firma Gebr. Späth, übernimmt er die bereits vorhandene Filiale in Freiburg und gründet mit seinem Sohn Hartwig die Firma Freiburger Orgelbau.


Vierte Generation


*1942
Hartwig Späth

Hartwig Späth

Orgelbaumeister

Geb. 08. Februar 1942

Ab 1958 Lehre beim Vater
1959-1965 Studium an HTL München zum Wirtschaftsingenieur
1964 mehrmonatiges Praktikum bei Fa. Rieger, Vorarlberg
Ab 1965 Mitarbeit beim Vater
1970 Meisterprüfung in Ludwigsburg


Fünfte Generation

*1984
Tilmann Späth

Tilmann Späth

Orgelbaumeister

Geb. 13. Mai 1984 in Freiburg

2000-01 Einjährige Holzfachschule in Freiburg
2001 bis 2004 Lehre bei Firma "Rensch Orgelbau" in Lauffen am Neckar
Seit 2004 Mitarbeiter der Firma Freiburger Orgelbau
2005 Praktikum Fa. Orguian, Santo Tirso (Portugal)
2008 Meisterprüfung in Ludwigsburg
seit Herbst 2008 Mitinhaber der Firma
2008-2009 Akademie für Betriebsmanagement im Handwerk
2009 Prüfung zum Gebäudeenergieberater (HWK)
seit 2015 im Beirat des Bund Deutscher Orgelbaumeister (BDO)

Seit Gründung der Werkstatt im Jahre 1862 entstanden über 1.000 Orgeln. Davon wurden einige Orgeln ins Ausland geliefert:

  • 11
    Orgeln nach England
  • 9
    Orgeln nach Irland
  • 9
    Orgeln nach Österreich
  • 4
    Orgeln nach USA
  • 1
    Orgeln nach China

Über uns

Spezialgebiete

Intonation

Der Ton macht die Musik

Die Intonation liegt in der Hand unseres erfahrenen Spezialisten Reiner Janke. Er führt die einzige Homepage über Intonation: Orgel-info.de.

Die Intonation ist die klangliche Gestaltung der Orgelpfeifen. Dabei wird der Bereich des Labiums (Gesicht der Pfeife) mit Spezialwerkzeugen bearbeitet, um die Pfeife in Klangfarbe und Lautstärke zu verändern und ihr einen klaren und vollen Ton abzugewinnen. Außerdem müssen alle Register (Pfeifenreihen einer Bauform) in sich wie auch zueinander in Klangcharakter und Lautstärke ausgeglichen und gestimmt werden.

Die Intonation einer Orgel wird nicht nach einmal erlernten und stets praktizier ten Intonationsmethoden durchgeführt, sondern es erfolgt immer eine von Anfang an bewußt gestaltete klangliche Konzipierung. Dabei werden, je nach angestrebtem Ergebnis, verschiedene technische Parameter an den Orgelpfeifen berücksichtigt und eingesetzt.

Bei uns werden 45 verschiedene klangbildende Komponenten an den Labialpfeifen angewandt.

Ein wesentliches Merkmal unserer Instrumente ist die Kombination von Wärme und Weichheit mit Klarheit und Farbe. Zur Erreichung dieses Zieles bedarf es eines enormen zeitlichen Aufwandes.

Die Zungenstimmen sind auch eine Spezialität von uns. Sie sind stilistisch vom nahegelegenen Elsaß beeinflußt und zeichnen sich durch einen edlen und mischfähigen Klangcharakter aus, der unseren Orgeln viel Kraft und Farbe verleiht.
Bei einer Zungenpfeife spielt die Mensur (Detailmaße einer Pfeife) eine wesentlich größere Rolle als bei den Lippenpfeifen. Wir verwenden ausschließlich eigene Mensuren, die auf langjährige Erfahrungen und historische Beispiele zurückgreifen. Eine klangliche Uniformität, wie sie durch Standardregister von Zulieferfirmen entsteht, ist dadurch ausgeschlossen. Diese gesamte Intonationsarbeit geschieht in unserer Werkstätte.

Unsere Mitarbeit an verschiedenen Orgelforschungsprojekten und der Austausch mit den daran beteiligten Wissenschaftlern gibt uns immer wieder neue Anregungen für ein besseres Verständnis der Vorgänge in einer Orgelpfeife und neue Ideen für die praktische Arbeit.

Link: Orgelforschungsprojekt

Wechselschleifen

Erweiterung von Klangwelten

Wendet man das Prinzip der Wechselschleifen an, so ist es möglich, mit einer relativ geringen Registerzahl eine vollständige Orgel zu erhalten, in der alle wichtigen Grund- und Begleitregister enthalten sind.

Mit der reichen Auswahl an Grundstimmen in der 8' und 4' Lage sowie bei den Zungenregistern ergibt sich eine Orientierung dieser Disposition an der Übergangsphase von Barock zu Romantik. Sie läßt in hervorragendem Maße Musik beider Stilrichtungen zu.

Empfehlenswert wäre, das ganze Manual (außer Prinzipal 8') mit einem Schweller zu versehen. Damit könnte die Lautstärke jederzeit verändert bzw. angepasst werden. Eine Sub-Oktav-Koppel könnte bei diesem Instrument die Klangwirkung zusätzlich erweitern.

Windversorgung

Windversorgung

An eine gute Windversorgung wird der Anspruch gestellt, daß diese groß genug, stabil und doch weich reagierend sein soll.

Man hat daher in den letzten ein bis zwei Jahrzehnten viele Orgeln gebaut, die entsprechend den historischen Vorbildern mit einem großen externen Keilbalg und Magazinfaltenbalg versehen waren.

Diese Bälge haben zwar ausreichend Volumen und Weichheit, aber meist auch ein unerwünschtes Zittern und Stoßen im Wind. Dazu kommen noch andere Nachteile, wie großer Platzbedarf und geringere Lebensdauer des Leders.

Diese Nachteile haben uns dazu gebracht, in den letzten Jahren eine Steuerung und Regulierung von Windladenbälgen zu entwickeln die aus vier Einzelventilen besteht, sowie Rautenfedern unter den Windladenbälgen und zusätzlichen kleinen Stoßfängern in den Platten der Windladenbälge, wovon einer ein "Helmholtz-Resonator" ist.

Mit dieser Konstruktion haben wir erreicht, dass die positiven Eigenschaften wie Stabilität und Weichheit erreicht wurden. Gleichzeitig wurden die oben beschriebenen Nachteile eliminiert.
Die Tremulanten erhalten besondere Aufmerksamkeit und eine Sonderkonstruktion, so daß sie weich und doch so intensiv wie ein "Tremblant doux" wirken.