Orgelwerke

Walldorf, Evang. Kirche

Renovierung der Steinmeyer-Orgel, Opus 2172, Baujahr 1967

Walldorf

Bei der Orgel handelt es sich um ein Instrument der Orgelbauwerkstatt Steinmeyer, Opus 2172, aus dem Jahre 1967 mit III Manualen, Pedal und 34 Registern.

Äußerlich folgt die Orgel dem nach 1945 häufig gepflegten Schema des so genannten „Hamburger Prospekts“ mit außen liegenden Pedaltürmen und zentral-vertikal angeordneten Manualwerken. Die schlichten Gehäuseschreine ohne Schleierwerk  sind Ausdruck der „neuen Sachlichkeit“.

Mittig im Untergehäuse ist der Spielschrank eingebaut. Darüber befindet sich das Brustwerk, welches bisher nur umständlich von vorne zugänglich ist. Wiederum darüber befindet sich das Hauptwerk. Flankiert werden die beiden Werke durch das Pedal, welches auf C- und Cs-Seite aufgeteilt ist und je eine Groß- und Kleinpedallade hat. Abgesetzt von dem Hauptgehäuse, im Rücken des Organisten, befindet sich das Rückpositiv.

Problematisch ist besonders die sehr beengte Situation  in und um das Brustschwellwerk.

 

Über die Reinigung und Instandsetzung hinaus wird die Orgel in ihrem Kern weiter entwickelt und konstruktive Mängel werden behoben ohne den Stil zu verändern. Dadurch werden der Wert und die musikalischen Möglichkeiten des Instruments gesteigert.

Es geht in erster Linie darum, das Instrument technisch (Einbau einer Setzeranlage), klanglich (intensive Nachintonation aller Register) sowie räumlich (Verbesserter Zungang zum Brustwerk) auf ein sicheres und konzeptionell höheres Niveau zu heben, ohne der Idee des Erbauers zu widersprechen. Auch das Windsystem ist sehr instabil und wird stabilisiert.

Disposition

I. Rückpositiv C-g3

  1. Grobgedeckt 8’
  2. Weitprinzipal 4’
  3. Rohrflöte 4’
  4. Sesquialtera 2-fach 2 2/3’
  5. Sifflöte 2’
  6. Blockflöte 1’
  7. Scharff 5-fach 1’
  8. Cromorne 8’

II. Hauptwerk C-g3

  1. Gedacktpommer 16’
  2. Prinzipal 8’
  3. Harfpfeife 8’
  4. Oktave 4’
  5. Spitzflöte 4’
  6. Quinte 2 2/3'
  7. Oktave 2’
  8. Mixtur 6-fach 1 1/3’
  9. Trompete 8’

III. Brust-Schwellwerk C-g3

  1. Metallflöte 8’
  2. Nachthorn 4’
  3. Carillon 3-fach 2 2/3’
  4. Schweizerpfeife 2’
  5. Gemsquinte 1 1/3’
  6. Zimbel 4-fach 2/3’
  7. Hautbois 8’
  8. Clairon 4’
    Tremulant

Pedal C-f1

  1. Prinzipalbaß 16’
  2. Subbaß 16’
  3. Oktavbaß 8’
  4. Gedecktflöte 8’
  5. Dolkan 4’
  6. Hintersatz 5-fach 2 2/3’
  7. Posaune 16’
  8. Trompete 8’
  9. Clairon 4’