Orgelwerke

Bad Godesberg, Heilandkirche

Orgelneubau | II/23 +3 Ext. | 2021

FERTIGSTELLUNG GEPLANT BIS ENDE 2021

Die 1955 geweihte Heilandkirche in Bad Godesberg-Mehlem ist ein charakteristischer Sakralbau des bedeutenden Architekten Otto Bartning. Dem Hauptraum schließen sich asymmetrisch erweiternd eine Seitenkapelle sowie ein von schlanken Betonpfeilern getrenntes, schmales Seitenschiff mit Lichtband an. Es dominieren Weiß und und warme Eichenholztöne. Nach der 2017 erfolgten Renovierung und Umgestaltung erstrahlt der helle, klar strukturierte Raum in neuem Glanz. Gleichzeitig erhielt die Kirche eine vollständig neue Ausstattung, die mit einer neuen Orgel den Abschluss findet.

Durch die Entfernung der alten Orgelempore entstand die Möglichkeit, das neue Instrument hängend an der Rückwand zu positionieren. Dadurch bleibt einerseits die freie Sicht auf die zehn bunt verglasten Fenster in der unteren Wandhälfte unbeeinträchtigt und andererseits kann sich das Gehäuse mit relativ wenig Tiefe besser der Architektur des zurückhaltenden Raumkonzeptes unterordnen.

Die Windladen sind im Hauptschiff nebeneinander angeordnet, während sich rechts im Seitenschiff der Wartungsaufstieg und die Windanlage befinden. Die breitformatige Orgelfront ist komplett mit einer unauffälligen Gitterverkleidung versehen. Lediglich im mittleren Bereich des Hauptschiffes sind Prospektpfeifen auf einer schmalen, vorkragenden Konsole frei vor dem Gehäuse angeordnet. Der Spieltisch steht mittig unter der Orgel zu ebener Erde und ist mittels eines verglasten Trakturschachtes mit ihr verbunden. Die insgesamt auf wenige Gestaltungselemente reduzierte Ansicht und ihre Farbgebung zielen auf eine harmonische Ergänzung des nüchternen Ausstattungsensembles.

Die universell ausgelegte Disposition bietet in Einheit mit der die Vokale betonenden, farbig-fülligen Intonation für Liturgie und Konzert eine reichhaltige Auswahl an Registern zur Darstellung eines breitgefächerten Repertoires.

Innenansicht der Kirche (Foto: Stefan Schilling. Kirchenumbau: Lorber-Paul Architekten)
Visualisierung unseres Orgel-Entwurfes (Kirchenfoto: Stefan Schilling. Kirchenumbau: Lorber-Paul Architekten)

Disposition

I. Hauptwerk C-g3

  1. Bourdon 16'
  2. Principal 8'
  3. Soloflöte 8'
  4. Gambe 8'
  5. Okatve 4'
  6. Flöte 4'
  7. Quinte 2 2/3'
  8. Oktave 2'
  9. Mixtur 4-fach 1 1/3'
  10. Trompete 8'
    Tremulant

II. Schwellwerk C-g3

  1. Geigenprinzpal 8'
  2. Bourdon 8'
  3. Salicional 8'
  4. Vox coelestis 8'
  5. Fugara 4'
  6. Blockflöte 4'
  7. Quinte 2 2/3'
  8. Flöte 2'
  9. Terz 1 3/5'
  10. Oboe 8'
    Tremulant

Pedal C-g1

  1. Subbass 16'
  2. Oktavbass 8'
  3. Gedacktbass 8' (Ext.)
  4. Choralbass 4' (Ext.)
  5. Fagott 16'
  6. Trompete 8' (Ext.)


    I-P, II-P, II-I, Sub II-I, Sub II

    mechanische Schleifladen, elektrische Registertraktur mit Setzeranlage